Prototyp bauen lassen: Ablauf, Verfahren und typische Kosten
24. Oktober 2026 · 6 Minuten Lesezeit
Ein Prototyp macht deine Produktidee greifbar – für dich, für Testkunden und für Investoren. Welcher Prototyp der richtige ist, hängt davon ab, welche Frage er beantworten soll.
Welche Frage soll der Prototyp beantworten?
Ein Funktionsmuster prüft, ob das Prinzip technisch funktioniert. Ein Designmodell zeigt Form, Größe und Haptik. Ein seriennaher Prototyp testet, ob sich das Produkt so fertigen lässt, wie es später verkauft wird. Für jede Frage reicht oft ein anderer, einfacherer Prototyp.
3D-Druck
Ideal für die ersten Iterationen: schnell, günstig und ohne Werkzeugkosten. Je nach Verfahren entstehen grobe Funktionsteile oder sehr detailreiche Oberflächen. Einzelteile kosten oft nur wenige Euro bis einige hundert Euro.
CNC-Fräsen und Drehen
Für Teile aus Metall oder technischen Kunststoffen mit hoher Genauigkeit. Teurer als 3D-Druck, dafür mit Materialeigenschaften wie im späteren Produkt.
Kleinserien und Vorserien
Mit Verfahren wie Vakuumguss lassen sich kleine Stückzahlen ohne teure Spritzgusswerkzeuge herstellen – ideal, um Testkunden zu beliefern und Rückmeldungen zu sammeln.
Elektronik
Bei smarten Produkten entsteht die Elektronik zuerst auf Entwicklungsplatinen. Erst wenn die Funktion steht, wird eine eigene Platine entworfen und gefertigt.
Darauf solltest du achten
Dokumentiere jede Version mit Datum, schütze deine Erfindung vor der ersten Veröffentlichung und plane genug Iterationen ein. Kaum ein Produkt ist nach dem ersten Prototyp fertig.
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