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CE-Kennzeichnung einfach erklärt: Was Gründer wissen müssen

24. Oktober 2026 · 7 Minuten Lesezeit

Wer ein Produkt in der EU verkaufen will, stößt schnell auf die CE-Kennzeichnung. Sie ist kein Prüfsiegel einer Behörde, sondern eine Erklärung des Herstellers – mit Pflichten, die man kennen sollte.

Was CE bedeutet

Mit dem CE-Zeichen erklärt der Hersteller, dass sein Produkt alle anwendbaren EU-Vorschriften erfüllt. Wer ein Produkt unter eigenem Namen verkauft, gilt in der Regel als Hersteller – auch wenn ein anderes Unternehmen es fertigt.

Welche Produkte brauchen CE?

Nur Produkte, für die eine EU-Richtlinie oder -Verordnung eine CE-Kennzeichnung vorsieht. Typische Beispiele sind Elektrogeräte, Produkte mit Funk wie WLAN oder Bluetooth, Maschinen, Spielzeug, Medizinprodukte und Bauprodukte. Für Produkte ohne CE-Pflicht gelten trotzdem die Anforderungen der allgemeinen Produktsicherheitsverordnung.

Der Ablauf

Anwendbare Vorschriften ermitteln, Risiken bewerten, Anforderungen erfüllen – häufig über harmonisierte Normen –, das vorgesehene Konformitätsbewertungsverfahren durchlaufen, eine technische Dokumentation erstellen, die EU-Konformitätserklärung unterschreiben und erst dann das CE-Zeichen anbringen.

Bei vielen Produkten ist eine Eigenbewertung möglich. Für bestimmte Produkte muss eine unabhängige, sogenannte benannte Stelle eingebunden werden.

Technische Dokumentation

Sie enthält unter anderem Beschreibung, Zeichnungen, Risikobewertung, angewandte Normen und Prüfberichte und muss in der Regel zehn Jahre nach dem Inverkehrbringen aufbewahrt werden.

Weitere Pflichten im Blick behalten

Für Elektro- und Elektronikgeräte ist vor dem Verkauf eine Registrierung nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz nötig, für Batterien nach dem Batterierecht. Wer verpackte Waren an Endkunden verkauft, muss sich im Verpackungsregister LUCID registrieren und an einem System beteiligen.

Unser Tipp

Kläre die Anforderungen schon in der Konzeptphase. Nachträgliche Änderungen an einem fertigen Produkt sind teuer. Bei Unsicherheit helfen Prüflabore und Fachberater. Dieser Artikel ist ein Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

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